8. Juni 2013    19:30 Uhr         Kapitelsaal der Pfarre Alser Vorstadt
Schlösselgasse 21, 1080 Wien

 

Ein tolles Ungeheuer  - Liebe und Barockmusik

Arien, Kantaten und Kammermusik von Hasse, Telemann und Bach


Karsten Henschel - Altus

Inge Kuhn - Traversflöte, Blockflöte,             
Laura Bradley - Viola da Gamba, Blockflöte

Chiara Massini - Cembalo                                  (www.lecarillon.at)


Du bist ein tolles Ungeheuer,

ein Pfeil, ein Netz, ein Gift, ein Feuer

und doch, o Liebe, lach´ ich dein.


Dichter und Komponisten Barockzeit lachen die Liebenden aus. Ein wissendes Lachen, ein mitfühlendes Lachen. Ein Wissen, dass man im tiefsten Schmerz und Leiden auch Lachen kann. Eine Weisheit, die in rauschenden Tonleitern und schmeichelnden Harmonien daherkommt, harmonisch herausfordernd bei Telemann, galant bei Hasse.

Eine musikalische Soirée in die Gesellschaft von Hasse, Bach und Telemann, die sich untereinander kannten, sich einluden und trafen und kompositorische Ideen austauschten.

Kurios muten die italienisch - deutschen Übersetzungen an, die Telemann in jungen Jahren für die Leipziger Barockoper anfertigte. Hier wird eine Grenze zwischen Feinsinn und Klamauk ausgelotet, die manchen Reiz birgt und für den heutigen Hörer vielleicht manche Überraschung.

Die Kammermusik von Bach und Telemann ist selbst in kleinster Besetzung ein virtuos-komplexes und überaus spannendes Geschehen. Das obligate Cembalo verweist im Übrigen vielfach auf die Hausmusikpraxis der Familien Bach und Telemann, bei denen die Meister selbst diesen Part oft übernahmen.


Aus dem Programm:

J.A. Hasse: Passa da pena in pena (Kantate für Altus, Traversflöte und Continuo)

G.Ph.Telemann: Die Liebe („Du bist ein tolles Ungeheuer“, aus: Moralische Kantaten)

J.S.Bach: Sonate in g-Moll (BWV 1020)

G.Ph.Telemann: Triosonate in Es-Dur (TWV 42:Es3)