Ich sehe alles doppelt.
Die Lieder des Carl Michael Bellman  – Sänger, Trinker, Theologe

2017:  17. September  2017    19 Uhr       Ludwigslust, Schloß (Kunst- und Kulturverein)
              11. Juli  2017              19 Uhr        
Vaschvitz (Rügen) Kunstscheune
               7.  Juli  2017              20:30 Uhr   
Wangerooge
              21. Mai  2017                                  Hauskonzert  Berlin–Dahlem
                                                28. Januar 2017          19 Uhr         
Salon Schönherr (Schubert-Naumann), Severingasse 5, 1090 Wien

                                   2015:      9. Juli 2015                20 Uhr         Pfarrkirche Altenkirchen

 
 

Zsuzsa Varga – Klavier

Der wohl berühmteste schwedische Dichter und Sänger:

Er sang von Wein und Weib, von Nymphen, Zechern, von Festgelagen und blauen Nächten im Grünen, und seine Landsleute applaudierten dazu.
Sein König, Gustav III., ernannte ihn zum "schwedischen Anakreon".

Als Sohn gebildeter Eltern und Großeltern (einer norddeutschen Familie) bekam Carl Michael Bellman frühzeitig eine humanistische Bildung und studierte an der Universität (wenngleich er es frühzeitig abbrach...). Er übersetzte eine evangelische Schrift und publizierte Verschiedenes, bevor er selbst mit eigenen Werken hervortrat.

Das Schwärmerische auf der Folie der aufgeklärten Gesinnung macht ihn zum Vorläufer der Romantik.

Bereits Ernst Moritz Arndt rühmte ihn als "eine der außerordentlichsten Erscheinungen, die je gelebt haben".

Unter der Überschrift "Ich sehe alles doppelt" wird auf die Tiefe und Schönheit seiner Poesie angespielt - als Theologe zeigt sich Bellman außerdem immer bibelfest - und auf den reichlichen Genuß von Bier und Wein.



Textprobe (...des wohl berühmtesten Liedes: Tischlied - in der Übersetzung von Carl Zuckmayer)


So trolln wir uns ganz fromm und sacht
Von Weingelag und Freudenschmaus
wenn uns der Tod sagt: Gute Nacht
dein Stundenglas rinnt aus.

Wer heut noch frech den Schnabel wetzt
und glaubt ein großer Herr zu sein
pass auf, der Schreiner hobelt jetzt
und grad an deinem Schrein.


Scheint das Grab dir tief
und dumpf sein Druck
Alavott, so nimm noch einen Schluck
und noch einen hinterher
gleich noch zweie, dreie mehr
dann stirbst du nicht so schwer.


Karsten Henschel – Gesang, Rezitation


Trinklieder, Couplets und Satiren - gesungen und rezitiert von Karsten Henschel,
am Klavier begleitet von Zsuzsa Varga.

Umrahmt mit Klavier-Solowerken von Johan Helmich Roman
u.a. zeitgenössisch-schwedischen Komponisten.














Zsuzsa Varga ist Konzertpianistin für Solo- und Kammermusik. Aufgewachsen in Siebenbürgen, begann sie mit 6 Jahren Klavier zu spielen. Ihre Klavier- und Kammermusikdiplome erwarb sie zunächst an der Universität für Musik "Ferenc Liszt" in Györ (Ungarn), an der sie 1994 - 1998 u.a. bei Gabor Nagy studierte. Erste Solokonzerte im Kulturhaus “Ferenc Liszt” in Sopron sowie im Liszt-Museum Budapest. Konzerte mit dem Symphonisches Orchester Sopron, dem Hungarian Radio Symphony Orchestra Sopron und der Camerata Scarbantiensis Ungarn.
Seit 1998 studierte sie bei Prof. Heinz Medjimorec an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Prof. Imre Rohmann, Sándor Falvai, Serguei Markarov.
2004 beendete sie dort ihr Studium mit dem akademischen Titel Magistra Artium.
Konzerttätigkeit mit internationalen Sängern und Instrumentalisten, sowie Chören. Regelmäßige Konzerte mitmösterreichischen Ensemblen in Wien und Umgebung (Klassik, Wiener Lieder, Salonmusik).
Korrepetitorin der Gesangsklassen von Hilde Zadek, Helena Lazarska, Ehrentraut Bruneder, Antonio Carangelo. Gastkorrepetitorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Saxophonklasse Prof. Oto Vrhovnik. Korrepetitorin an der Rudolf Steiner-Schule Wien, sowie beim Internationalen Eurythmischen Meisterkurs in Wien. Zusammenarbeit Christian Pollack (Oper Baden), Wilhelm Schupp und Solisten der Wiener Volksoper und Staatsoper. Musikalische Leitung der Penziger Operninitiative seit 2006.
In ihren Konzertprogrammen setzt sie besondere Schwerpunkte auf die Klangwelt Skrjabins sowie auf bisher wenig gespieltes internationales Repertoire.

 

Rezension DER NEUE MERKER 03/2017